Hilft vegan gegen den Klimawandel?

Aktuelle Studien des National Resource Defense Council und von Oxford sagen Ja

Gabeln über Messer

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie des National Resource Defense Council (NRDC) haben Änderungen in der amerikanischen Ernährung von 2004 bis 2015 zu einer Reduzierung des CO2-Fußabdrucks einer Person um 9% beigetragen.

NRDC National Resource Defense Council IP: 16-11-B, Mai 2017

In ähnlicher Weise legt eine in den Proceedings der National Academy of Sciences veröffentlichte Oxford-Studie nahe, dass die Einführung von Diäten auf pflanzlicher Basis den Beitrag von Diäten zum Klimawandel erheblich verringern könnte. In Übereinstimmung mit der NRDC-Studie ergab die Oxford-Studie, dass vor allem die Eliminierung von rotem Fleisch und die Reduzierung des Milchkonsums den gesamten CO2-Fußabdruck erheblich verringern und auch Leben retten würden.

Unausgewogene Ernährung, wie z. B. eine Ernährung mit wenig Obst und Gemüse sowie viel rotem und verarbeitetem Fleisch, ist weltweit für die größte Gesundheitsbelastung verantwortlich und… (sind) auch für mehr als ein Viertel aller Treibhausgasemissionen verantwortlich.
-DR. Marco Springmann von der Oxford Martin School

Viehzucht und Klimawandel

In einem Bericht der Vereinten Nationen (2014) wurden die Auswirkungen von Nutztieren auf den Klimawandel quantifiziert:

  • Eine Kuh produziert zwischen 70 und 120 kg Methan pro Jahr
  • Methan aus Nutztieren machte 39% aller Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft aus
  • 55% der Emissionen stammten von Rindern
  • Bis 2050 könnten die Emissionen von Nutztieren um 30% oder mehr steigen

Dieser Bericht war einer der ersten, bei dem Rinder getrennt von anderen Nutztieren wie Milchkühen, Schweinen, Ziegen und Schafen gemessen wurden. Dabei wurde festgestellt, dass die Soja- und Maiskost für Rinder den Methankonsum erheblich steigerte.

Darüber hinaus enthalten diese Statistiken nicht einmal die Auswirkungen des Klimawandels auf die Futtermittelproduktion oder den Transport für den Viehbestand. Die Vereinten Nationen schätzen, dass der Verbrauch fossiler Brennstoffe entlang der Lieferketten etwa 20% der Emissionen des Viehsektors ausmacht. Dieselbe Studie ergab, dass die Futtermittelproduktion und die Landnutzungsänderung 45% bzw. 39% der Gesamtemissionen ausmachen.

Weniger Rindfleisch. Mehr Obst und Gemüse aus der Region.

Von 2004 bis 2015 berichtet das NRDC, dass sich die amerikanischen Ernährungsgewohnheiten allmählich zum Besseren wandeln (klimabezogen). Die hauptsächlichen Ernährungsumstellungen umfassten den Verzehr von weniger Rindfleisch und die Umstellung auf Obst und Gemüse aus eigenem Anbau. NRDC-Befragte gaben an, die Proteinquellen von Rindfleisch und Huhn durch Proteine ​​auf pflanzlicher Basis wie Tofu und Milch auf pflanzlicher Basis zu ersetzen.

Laut Oxford könnte diese Umstellung der Ernährung auf eine pflanzliche Ernährung folgende Vorteile mit sich bringen:

  • Reduktion der Treibhausgasemissionen um zwei Drittel
  • 8 Millionen Menschenleben werden bis 2050 gerettet
  • Reduzieren Sie klimabedingte Schäden in Höhe von bis zu 1,5 Billionen US-Dollar
  • Deutliche Einsparungen bei den Gesundheitskosten

Dies setzt natürlich voraus, dass Millionen von Menschen gemeinsam anfangen werden, ihre Ernährung zu ändern. Dies scheint leider nicht der Fall zu sein.

Es ist nicht alles eine gute Nachricht.

Die NRDC-Studie zeigt, dass Amerikaner mehr Rindfleisch pro Kopf essen als jedes andere Land mit Ausnahme von Argentinien und Uruguay, was zu rund 34% aller ernährungsbedingten Klimawandelemissionen beiträgt. Die drei großen Fleischsorten (Rindfleisch, Huhn und Schweinefleisch) trugen 2014 zu 49% aller lebensmittelbedingten Treibhausgasemissionen bei.

NRDC National Resource Defense Council IP: 16-11-B, Mai 2017

Gegenläufig zur Verringerung des Verbrauchs von rotem Fleisch wirkte sich außerdem ein erhöhter Verbrauch von Milchprodukten aus, vor allem Käse und Joghurt, die sehr ressourcenintensiv sind. Laut USDA hat sich der jährliche Käsekonsum pro Kopf fast verdreifacht, von 11 Pfund pro Person im Jahr 1970 auf 33 Pfund im Jahr 2012.

USDA - Wirtschaftsforschungsdienst

Wenn diese Trends anhalten, müssen immer mehr Ressourcen für die Tierhaltung bereitgestellt werden, um mit der Nachfrage Schritt zu halten.

Insgesamt

Eine Umstellung der Ernährung auf mehr pflanzliche Lebensmittel scheint sich, wenn auch geringfügig, positiv auf den ernährungsbedingten Klimawandel auszuwirken. Der gestiegene Konsum von Käse und Eiern gleicht weiterhin die Klimaschutzgewinne aus, die aus der Reduzierung des Rindfleischkonsums resultieren.

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